Kinder & ein eigener YouTube Kanal – was ist zu beachten?


Erst WhatsApp dann Instagram später Facebook und jetzt ein eigener Kinder YouTube Kanal.

Kinder YouTube Kanal - YouTube LogoHäufig ist die Entwicklung der Kinder in diesen Medien kaum zu stoppen und es geht immer schneller. Bei allem solltest du die Kinder begleiten, um sie vor größeren Fehlern zu schützen. So auch bei einem Kinder YouTube Kanal. Vor allem aber, sollen die Kinder – ganz nebenbei – dabei Einiges lerne:. Das soziale Miteinander, respektvoller Umgang im zwischenmenschlichen Bereich und nicht zuletzt den Umgang mit der Technik.

Die sozialen Netzwerke und neuen Kommunikationsmedien sind wie ein Lupe auf unser Verhalten. Viele Dinge werden verstärkt durch „Likes“ und Kommentare und alles ist schwarz auf weiß. Was geschrieben wurde, bleibt stehen! Es ist nicht, wie das gesprochene Wort, nach einiger Zeit vergessen. Hier liegt der Fokus in der Begleitung klar auf dem sozialen Miteinander. Es ist empfehlenswert, das dieser Prozess auch schon vor einem Start mit einem eigenen Youtube-Kanal durchlaufen wurde. Denn bei einem eigenen YouTube Kanal steht alles noch stärker in der Öffentlichkeit. Kritik von fremden Personen und bösartige Kommentare können bei Kindern viel bewirken. Hier ist es besonders wichtig eine positive Unterstützung zu geben und offen darüber zu diskutieren. Das Kind soll lernen, zu unterscheiden zwischen gut gemeinter konstruktiver Kritik und nur böswilligen Beleidigungen. Für gut gemeinte Kritiken sollte man sich bedanken und Beleidigungen ignorieren (löschen).

Es gibt viele tolle Dinge zu lernen aber auch rechtliche Aspekte zu beachten Denn: Auch die Eltern haften!

Tontechnik, Videoschnitt, Videobearbeitung, Intro, Regie, Kameraführung und sich in den Zuschauer hinein zu versetzen, sind nur einige Punkte, die viel Spaß machen und viel zur Entwicklung und dem Aufbau von Kompetenzen beitragen können. Hierzu komme ich aber später noch einmal. Vorerst würde ich gern auf die schwierigeren Themen eingehen, die sehr wichtig sind. Es gibt ein paar rechtliche Dinge, die zwingend zu beachten sind. Ansonsten kann es sehr teuer werden.

Tontechnik, Videoschnitt, Videobearbeitung, Intro, Regie, Kameraführung und sich in den Zuschauer hinein zu versetzen, sind nur einige Punkte, die viel Spaß machen und viel zur Entwicklung und dem Aufbau von Kompetenzen beitragen können. Hierzu komme ich aber später noch einmal. Vorerst würde ich gern auf die schwierigeren Themen eingehen, die sehr wichtig sind. Es gibt ein paar rechtliche Dinge, die zwingend zu beachten sind. Ansonsten kann es sehr teuer werden.

Verboten sind z.B. diese Dinge:

  1. Eigene Konzert-Mitschnitte hochladen oder einbinden.
  2. Die Tonspur anderer Videos verwenden.
  3. Musik aus dem Radio die im Hintergrund läuft.
  4. TV- oder Radiomitschnitte verwenden.
  5. Gekaufte Musik oder Filme verwenden
  6. Fotos oder Logos von anderen auch abfotografiert Fotos oder Logos zu verwenden
  7. Bildschirm-Mitschnitte in denen Logos, Fotos, Figuren usw. vorkommen so wie bei Let’s Plays.
  8. Persönlichkeitsrechte dürfen nicht verletzt werden. Personen, die erkennbar sind, müssen schriftlich eingewilligt haben. Für Kinder müssen es deren Eltern übernehmen.
  9. Rechtswidrige Inhalte wie z.B. rechtsradikale oder gewaltverherrlichende Inhalte.
  10. Verletzung des Jugendschutzgesetzes.

Sollten auch nur kleinste Teile verwendet werden, kommt es zu einer Urheberrechtsverletzung oder einem Rechtsverstoß. Die Folge sind Abmahnungen, Vertragsstrafen, Gerichtsverfahren, Anwaltskosten usw.

Einiges wird allerdings geduldet obwohl es nicht erlaubt ist, wie z.B. Let’sPlays. Deshalb ist es kein guter Rat nur zu schauen was andere machen.

Erlaubt sind diese Dinge unter Beachtung der oben genanten Verbote:

  1. Selbst aufgenommene Videos.
  2. Selbst aufgenommene Fotos oder Fotos für die man die Rechte besitzt oder Fotos z.B. mit einer Creative Commons Lizenz.
  3. Selbst erstellte Musik oder Töne oder GEMA freie mit der Einwilligung des Rechteinhaber durch z.B. einer Creative Commons Lizenz
  4. Selbst erstellte Logos oder Intros.

Noch mehr Details gibt es hier: http://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/urheberrecht/

Problematisch kann es auch sein, wenn man Fotograf ist und Bilder für einen Kunden gemacht hat, der normalerweise die alleinigen Verwertungsrechte bekommt. Als Fotograf kann man sich mit dem Kunden darauf einigen, die Fotos zu Werbezwecken verwenden zu dürfen. Wenn der Fotograf diese bei Facebook postet, begeht er einen schweren Fehler. In den AGB’s von Facebook steht, das die geposteten Bilder frei von Rechten 3. sind und das Facebook sich Rechte vorbehält. Somit hat der Fotograf jetzt ein Problem mit Facebook und seinem Kunden. Hiermit möchte ich nur deutlich machen wie kompliziert und heikel dieses Thema ist.

Speziell für das Recht an Bildern gibt es hier tolle Beiträge: http://foto-podcast.de/tags/recht-fuer-fotografen/

Deshalb am besten nur selbst Erstelltes verwenden und immer alle abgebildeten Personen um eine Einwilligung zu bitten, genauso wie Spiele Hersteller bei Let’s Plays. Ton und Musik nur GEMA frei und mit Einwilligung des Rechteinhaber. Und Fotos und Logos natürlich auch nur mit Einwilligung des Rechteinhaber. Damit sollte man relativ sicher unterwegs sein.

Die Kinder können so auch lernen, sich mit z.B. Spiele Herstellern in Verbindung zu setzen und Dinge selbst abzuklären. Auch das Nachlesen und Informieren zur rechtlichen Lage gehört mit dazu.

Angst vor der Öffentlichkeit.

Als Eltern möchte man seine Kinder beschützen. Das sich das Kind öffentlich für alle zugänglich im Internet zeigt, ist ein extrem unbehagliches Gefühl. WhatsApp und co. sind ja noch im kleineren Kreis; Facebook ist schon etwas Anders aber gut durch Einstellung auf den persönlichen Kreis zu beschränken. Bei YouTube kann man Videos natürlich auch nur einem eingeschränkten Kreis zur Verfügung stellen, aber das ist natürlich nicht das Ziel. Die Kinder wollen sich so vielen wie möglich zeigen und möglichst auch Anerkennung bekommen.

Ich denke es gibt dabei einige wichtige Fragen: Ist das Kind zu sehen oder nicht. Bei einem Let’s Play ist es nicht zwingend notwendig, das das Kind zu sehen ist. Bei so genanten real live Videos sieht es ganz anders aus.

Hier meine Tipps:

  1. Das Kind sollte ein Synonym als Namen verwenden und diesen auf keiner der andern Plattformen eintragen. Denn wenn sie mal nach dem Namen ihres Kindes bei Google suchen oder nach dem Synonym, werden sie feststellen, an welche Informationen sie sehr leicht kommen. Bis hin zu häufigen Aufenthaltsorten oder auch die Heimatadresse. Das soll keine Angst machen, viele Kinder stehen in der Öffentlichkeit, es soll nur sensibilisieren.
  2. Lasse dein Kind ohne Webcam / Facecam mit Bildschirmaufnahmen starten.
  3. Lasse die Videos nicht öffentlich hochladen. Jetzt kannst du sie vorher anschauen und beurteilen ob sie OK sind. Erst danach kann das Kind sie öffentlich stellen.
  4. Du solltest den Kanal abonnieren um zu sehen, was dort passiert.
  5. Vor allem die Kommentare, likes und dislikes beobachten und mit dem Kind besprechen. Darauf achten, wie das Kind mit den verschiedenen positiven und negativen Rückmeldungen umgeht.

Was gibt es alles tolles zu lernen.

  1. Videos schneiden, bearbeiten umwandeln.
  2. Intros erstellen mit verschiedenen Programmen und Techniken
  3. Nachvertonung
  4. Tontechnik allgemein
  5. Kameraführung
  6. Scripten und vorbereiten
  7. Regie führen
  8. Sprechen vor der Kamera
  9. Die Scheu verlieren, sein selbst Gesprochenes zu hören
  10. Rechtliches in einem realen Projekt
  11. Projekte ausdenken und umsetzen
  12. Sich in den Zuschauer hinein versetzen
  13. Selbstvertrauen
  14. Der Umgang mit Kritik

Diese Technikausstattung empfehle ich YouTube-Einsteigern.

  1. Mikrofon – Als Tischmikrofon empfehle ich eins der Firma Auna auch wenn es teurer ist aber eine gute Tonqualität macht einen großen Unterschied.
  2. Webcam – Die integriert Webcam im Bildschirm oder eine externe die HD kann reicht oft aus um sich als Person mit ins Video zu holen..
  3. Fotoapparat – Ein gutes Smartphone ist ein guter günstiger Einstieg. Tolle Produktfotos oder stimmungsvolle Fotos gelingen oft besser mit einer DSLR Kamera wie eine Canon …D
  4. Videokamera –  Auch ein gutes Smartphone kann hier ausreichend sein. Eine Actioncam wie von GoPro oder Sony sind für action reiche Aufnahmen perfekt. Wer einen Hollywood Film style haben möchte, kommt um eine DSLR wie die Canon 70D nicht herum.
  5. Screencast Software – Sehr lange dabei ist Bandicam und Fraps. Bei Windows 10 ist jetzt eine Screencast Software integriert. Wer etwas professionelles haben möchte sollte sich Camtasia zu legen es gibt nichts besseres aus meiner Sicht.
  6. Software zur Intro Erstellung – Auch hier gibt es eine tolle kostenlose Software nämlich: Blender
  7. Bildbearbeitungssoftware – Die GIMP kennen voraussichtlich viele, da sie für eine kostenlose Software recht viel ermöglicht. Deshalb für den Einstieg auch zu empfehlen.
  8. Videobearbeitungssoftware – Hier gibt es einige kostenlose Möglichkeiten, allerdings erreicht man oft sehr schnell die Grenzen und möchte mehr machen als die kostenlosen ermöglichen. Da die Programme sehr unterschiedlich in der Bedienung sind kann ich nur empfehlen sich gleich ein qualitativ hochwertigere Software zu kaufen. So braucht man sich nicht mehr umgewöhnen und hat sofort tolle Möglichkeiten zur verfügung. Ich kann aus eigener Erfahrung das Adobe Premiere Elements 15 empfehlen.
  9. Software zum Umwandeln der Videos für YouTube oder andere Medien – Ein wirkliches spitzen Tool und das noch kostenlos ist: Handbrake

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Vielen Dank schon mal für Ihre Unterstützung
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Viel Spaß beim Youtuben.

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